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Qualität
19Mrz2012

GRÜNE fordern rasche Qualitätsverbesserung im Zugverkehr zwischen Main und Neckar

Viele tausend Menschen nutzen jeden Tag die Main-Neckar-Bahn. Die geplante Ausschreibung der Bahnlinie soll nach Willen der GRÜNEN rasch erfolgen und für deutliche Verbesserungen von Angebote und Komfort genutzt werden. weiterlesen »

27Feb2012

Zukunftsfähige Weiterentwicklung der Main-Neckar-Bahn

Sehr geehrter Herr Vorsitzender der DADINA-Verbandsversammlung Hörr,

wir bitten Sie, den folgenden Antrag bei der kommenden 04./IV Sitzung der DADINA-Verbandsversammlung am 21. März 2012 behandeln zu lassen.

Die Verbandsversammlung der DADINA möge beschließen:

Die DADINA-Verbandsversammlung stellt die folgenden Aspekte als Forderungen an die Weiterentwicklung der Main-Neckar-Bahn anlässlich der geplanten Ausschreibung der Zugleistung durch die Regionalen Aufgabenträger fest und bittet den DADINA-Vorstand, diesen Zielen mit Nachdruck zur Umsetzung zu verhelfen:

a)      Nach bereits erheblichen Verzögerungen, wird das Bestreben der Aufgabenträger des SPNV nachdrücklich unterstützt, die Zugleistungen auf der Main-Neckar-Bahn zum Fahrplanwechsel 2015 auszuschreiben. Weitere Verzögerungen sind nicht akzeptabel.
(b)     
Die bekannten Vorhaben der Aufgabenträger des SPNV zur Einführung eines Flügelzugkonzeptes in Richtung Heidelberg und Mannheim mit qualitativ hochwertigem Fahrzeugmaterial und einer der hohen Nachfrage angemessenen Weiterentwicklung der Kapazitäten wird nachdrücklich begrüßt und unterstützt.
(c)     
Eine zu erwartende Wettbewerbsdividende durch die Neuvergabe soll vollständig in die qualitative und quantitative Verbesserung des Angebotes reinvestiert werden.

(d)      Höchste Priorität hat die Sicherstellung der Möglichkeit zur besseren Anbindung schneller Züge an den Fernverkehrs-ITF-Knoten (ITF = integraler Taktfahrplan) im Mannheimer Hauptbahnhof, um einen akzeptable Übergang zum Fernverkehr zu ermöglichen. Hierfür wird ein explizites Betriebskonzept vorausgesetzt, welches, sofern es sich aufgrund betrieblicher oder infrastruktureller Zusammenhänge nicht unmittelbar umsetzen lässt,  zumindest eine mittefristige Umsetzung sichert und in der Ausschreibung als Zielzustand zu berücksichtigen ist.
(e)     
Gleichsam von hoher Bedeutung sind die Verstetigung des Fahrtenangebotes des an allen Wochentagen und zu allen Tageszeiten besonders stark nachgefragten Streckenabschnitts zwischen Darmstadt und Frankfurt auf einem Takt 30’ sowie die Verdichtung des Zugangebotes schneller Züge zum Fernverkehrsknoten Mannheim Hauptbahnhof.
(f)       
Das Fahrradmitnahmeangebot ist mindestens auf dem aktuellen Niveau sicherzustellen. Es ist anzustreben, das Fahrzeugkonzept auf eine auch jahreszeitlich flexible Angebotsausweitung der Fahrradmitnahme auszulegen. Dort wo Fahrräder stehen (angelehnt) sein sollen, sind nach dem Vorbild zahlreicher Verbünde (z.B. SBB Zürich, Regiotram Kassel etc.) Anlehnmöglichkeiten auch für stehende Fahrgäste der Vorzug zu geben und auf Sitze und Klappsitze zu verzichten.

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07Nov2008

Antwortschreiben des RMV

auf unser Schreiben vom 15. Oktober 2008.
Bahnlinie 63 & 75

Sehr Herr Weidner,

nach Ausschreibung der RMV-Linien 63/75 (ab Dezember durchgängig Linie 75) und Vergabe der Leistungen an DB Regio werden ab 14.12.2008 durchgängig Doppelstockzüge zwischen Aschaffenburg, Darmstadt, Groß Gerau und Wiesbaden zum Einsatz gelangen.

Gegenüber den bisher verkehrsvertragsseitig vorgesehenen einstöckigen Drei-Wagen-Zügen mit 230 Sitzplätzen werden zukünftig weitestgehend Züge mit drei Doppelstockwagen und mner Kapazität von 341 Sitzplätzen auf der Linie 75 eingesetzt. Die Ausnahme hierzu bilden zwei Zugpaare, davon ein Zugpaar auf dem Abschnitt zwischen Darmstadt und Wiesbaden,
die nur zwei Doppelstockwagen mit einer Kapazität von 241 Sitzplätzen
aufweisen.  Im Vorlauf werden bereits vor Fahrplanwechsel viele
Züge mit Doppelstockwagen gefahren. weiterlesen »

15Okt2008

Brief an den RMV

Bahnlinien 63 & 75 (Aschaffenburg – Darmstadt – Mainz/Wiesbaden)

Sehr geehrter Herr Sparmann,

mit großer Sorge hat unsere Fraktion Informationen zu dem ab dem Fahrplanwechsel geplanten Betriebskonzept den Bahnlinien 63 und 75 zur Kenntnis genommen. Ein reduziertes Platzangebot und funktionale Einschränkungen u.a. der Fahrradmitnahme in den Zügen stellen für uns eine inakzeptable Konsequenz aus Ausschreibungen dar, die wir im Gegenteil auch für Verbesserungen im Leistungsangebot nutzen wollen. Wir wenden uns daher heute direkt an Sie, um diesen Punkten im Vorfeld zu begegnen. weiterlesen »

04Sep2008

Bahnstrecke Aschaffenburg-Darmstadt-Wiesbaden: Eilantrag

GRÜNE: „Der RMV muss handeln!“

„Die vom RMV zum Fahrplanwechsel geplanten Veränderungen auf den Bahnlinien 63 und 75 zwischen Aschaffenburg, Darmstadt und Wiesbaden sind versteckte Angebotskürzung zur Lasten der Fahrgäste und auf Kosten der DADINA.“ kritisiert der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN in der Verbandsversammlung der Darmstadt-Dieburger Nahverkehrs-organisation (DADINA), Felix Weidner, über die nun bekannt gewordenen Pläne des RMV für diese Bahnlinien. Weidner: „Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass der RMV die mit der erstmaligen Ausschreibung der Linien erzielten Einsparungen noch nicht mal teilweise dazu nutzt, in ein verbessertes Angebot zu investieren – im Gegenteil plant er sogar eine Reduzierung des Platzangebotes in den Zügen. Über den Lieblingsspruch des RMV-Chefs Volker Sparmann ‚Das Leben in vollen Zügen zu genießen’ können unter diesen Vorzeichen weder die zahlreichen davon betroffenen Fahrgäste noch wir mehr lachen.“ weiterlesen »

25Sep2007

Änderungsantrag zur Vorlage „Änderung Nahverkehrsplan 2004 – 2009 Stadt Darmstadt und Landkreis Darmstadt-Dieburg“

Sehr geehrter Herr Vorsitzender der DADINA-Verbandsversammlung Hörr,

wir haben die vergangenen Monate seit der letzten Verbandsversammlung genutzt und unseren Änderungsantrag zur Änderung des Nahverkehrsplanes erneut überarbeitet und weiter verbessert. Wir möchte Sie daher bitten, die folgende, geänderte Fassung in der kommenden 7./III Sitzung der DADINA-Verbandsversammlung am 27. September 2007 zu Abstimmung zu stellen. Weiterhin bitten wir Sie, den Antrag schnellstmöglich an den DADINA-Vorstand weiterzuleiten. Wir würden uns freuen, wenn es möglich wäre, die vom Vorstand für die kommende Sitzung erbetene Stellungnahme zu unserem Änderungsantrag bereits über die hiermit vorliegende Fassung zu fertigen.

Die Verbandsversammlung der DADINA möge beschließen:

Die Vorlage des Vorstandes „Änderung Nahverkehrsplan 2004 – 2009 Stadt Darmstadt und Landkreis Darmstadt-Dieburg“ wird in den genannten Punkten wie folgt geändert:

1. 11.3.1. Tabelle 20, Linienbezogene Maßnahmen

(a) L-9; Linie AIR: Vorbehaltlich der Ergebnisse der Untersuchung über die ÖPNV-Anbindung des Frankfurter Flughafens.

(b) L-22, Linie O: Das Ende des Bedienungszeitraums wird für Freitage und Samstage auf 2:30 Uhr festgesetzt.

(c) L-26; Linie R: Vorbehaltlich der Ergebnisse des in Erarbeitung befindlichen „ÖPNV-Konzepts Darmstadt Nord“ (PGN, Kassel) im Zuge der Inbetriebnahme der Straßenbahnneubaustrecke nach Arheilgen Nord.

(d) L-42; Linie 5513: Als Beginn des Bedienungszeitraums an Wochentagen wird 5:00 Uhr festgesetzt.

(e) L-44; Linie 5515: Als Ende des Bedienungszeitraums wird von Montags bis Donnerstags 0:30 Uhr festgelegt.

2. 13.2.1.1.2. Erscheinungsbild der Fahrzeuge

(a) Absatz (2): Der zweite Absatz wird wie folgt neu gefasst: Werbanbringungen am oder im Fahrzeug sind nur nach Abstimmung mit den Aufgabenträgern zulässig. Auf den seitlichen Fensterflächen des Fahrzeugs darf die durch Werbeanbringungen beeinträchtigte Fensterfläche maximal 20% betragen. Der Unternehmer muss zudem nachweisen, dass durch die Fensterbeklebung je Fahrzeug maximal 20% der Sitzplätze betroffen sind. Dies ist der Fall, sofern an dem zum Sitzplatz nähesten gelegenen, seitlichen Fenster, zwischen der Oberkante der Sitzlehne und der Oberkante der Lehne des davorliegenden Sitzes, die Fensterfläche, betrachtet über die gesamte Fensterhöhe, ganz oder teilweise beklebt ist.“

(b) Der Paragraph wird um einen 4. Absatz wie folgt ergänzt: „(4) Der Unternehmer hat den Aufgabenträgern bis zu 10% der auf seinen Fahrzeugen insgesamt zur Verfügung stehenden Werbefläche zu den Herstellungskosten der Beklebung für Eigenwerbung zur Verfügung zu stellen.“

3. 13.2.1.1.4. Mindestanforderung an alle Fahrzeuge

(1) M7 Komfort

Der Teilsatz „mindestens 1 Abfallbehälter in jedem starren Fahrzeugteil“ wird wie folgt geändert: „mindestens ein als Abfallbehälter gekennzeichnetes Behältnis mit einem Mindestvolumen von 5l je starrem Fahrzeugteil, welches ausreichend mit dem Fahrzeug gegen Umfallen verbunden ist.

(2) M10 Umweltstandards

(a) Der erste Spiegelstrich (derzeit: Einhaltung der zum Zulassungszeitraum gültigen Euro-Norm, mindestens jedoch Euro 2 für die ersten 4 Jahre der Bündellaufzeit und Euro 3 nach dem 4. Betriebsjahr, für 5% der Fahrplankilometerleistung eines Linienbündels darf auch nach dem 4. Betriebsjahr Euro 2 eingesetzt werden.) wird geändert in „Einhaltung der zum Zulassungszeitraum gültigen Euro-Norm, bis einschließlich 31.12.2009 jedoch für mindestens 80% der Fahrplankilometerleistung eines Linienbündels mindestens Euro 3, für bis zu 20% mindestens Euro 2; vom 1.1.2010 bis einschließlich 31.12.2011 für mindestens 90% der Fahrplankilometerleistung eines Linienbündels mindestens Euro 3, für bis zu 10% mindestens Euro 2; vom 1.1.2012 bis einschließlich 31.12.2013 für mindestens 95% der Fahrplankilometerleistung eines Linienbündels mindestens Euro 3, für bis zu 5% mindestens Euro 2;  ab dem 1.1.2014 gilt für 100% der Fahrplankilometerleistung mindestens Euro 3.“

(b) Der letzte Satz (derzeit: Während der ersten 4 Jahre der Bündellaufzeit gilt für 40% der Fahrplankilometerleistung eines Linienbündels und nach dem 4. Jahr der Bündellaufzeit für 70% der Fahrplankilometerleistung eines Linienbündels zusätzlich: Einhaltung der Euro 5 – Norm.) wird wie folgt geändert: „Weiterhin ist der Abgasstandard EEV wie folgt einzuhalten: – ab Beginn der Bündellaufzeit auf 40% der Fahrplankilometerleistung des Linienbündels, – ab dem 3. Jahr der Bündellaufzeit auf 60% der Fahrplankilometerleistung des Linienbündels, – ab dem 5. Jahr der Bündellaufzeit auf 80% der Fahrplankilometerleistung des Linienbündels.“

4. 13.2.1.3.6. Fahrgeldsicherung

Der Paragraph wird wie folgt geändert:

(1) Dem Unternehmer obliegt die Fahrgeldsicherung.

(2) An den Haltestellen im Stadtgebiet der Stadt Darmstadt wird das Fahrgastflussprinzip grundsätzlich nicht angewendet.

(3) An Haltestellen im Landkreis Darmstadt-Dieburg kann das Fahrgastflussprinzip angewendet werden, sofern durch den Aufgabenträger für diese Haltestelle nichts Anderweitiges festgelegt wurde.

(4) Verspätungen, die durch Anwendung des Fahrgastfluss-prinzips entstehen, sind reguläre, durch den Unternehmer zu vertretende Verspätungen.“

5. 13.2.1.6.Haltestellen

Absatz 2: Der Absatz wird nach dem zweiten Satz wie folgt ergänzt:

„Erfolgt der Ersatz des Fahrplans nicht binnen der oben genannten Frist behalten sich die Aufgabenträger vor, den Fahrplan in eigener Regie und auf Kosten des Unternehmers zu ersetzen.“

6. Pünktlichkeitsüberwachung

(a) 13.2.2.1.2. (1. Absatz): Im zweiten Satz (In Abstimmung mit ….) wird der Passus „jedes Linienbündel“ durch „jede Linie“ ersetzt.

(b) Der Absatz 13.2.1.5. (5) wird gestrichen.

7. 13.2.1.2.4.Tariftreue

(a) Absatz 1: Der Absatz (derzeit: Der Unternehmer darf das tarifvertraglich vereinbarte Niveau für das private Omnibusgewerbe des Landesverbandes Hessisches Omnibusunternehmer e.V. (LHO) in der jeweils gültigen Fassung während der Laufzeit der Konzession nicht unterschreiten.) wird wie folgt geändert: „Der Unternehmer darf das Niveau der einschlägigen tariflichen Bedingungen der Tarifverträge für das private Omnibusgewerbe des Landesverbandes Hessisches Omnibusunternehmer e.V. (LHO), insbesondere des Lohntarifvertrages sowie des Manteltarif-vertrages, in der jeweils gültigen Fassung während der Laufzeit der Konzession nicht unterschreiten.“

(b) Als Absatz 3 wird neu hinzugefügt: „Für das Fahrpersonal des Unternehmers sowie für das Fahrpersonal der im Rahmen des Verkehrsvertrages beschäftigten Subunternehmer wird in den Verkehrsverträgen ein gegenüber dem jeweiligen Arbeitgeber einklagbares Recht auf die Mindesttarifanforderungen nach Absatz 1 festgelegt.“

(c) Als Absatz 4 wird neu hinzugefügt: „Ein Muster-Blanko-Arbeitsvertrag des Unternehmers für das fahrende Personal ist vom Unternehmer als Nachweis der Erfüllung der Forderungen nach Absatz 1 dem Aufgabenträger bei Vertragsschluss in einem versiegelten Umschlag zu übergeben. Das Siegel darf vom Aufgabenträger nach vorangegangener Ankündigung gegenüber dem Unternehmer bei Zweifeln über die Erfüllung des Abs. 1 gebrochen werden und wird dem Unternehmer andernfalls nach Ablauf der Konzessionslaufzeit versiegelt zurückübergeben.“

Begründung:
Zu 1. Die im Nahverkehrsplan vorgenommenen Festlegungen entsprechen einer Zielvereinbarung der Aufgabenträger über den Öffentlichen Nahverkehr im Zweckverbandgebiet. Sofern die Verkehre vom Verband ausgeschrieben oder anderweitig vergeben werden, dienen sie als Richtschnur, von der ggf. abgewichen werden kann. Werden die Verkehre eigenwirtschaftlich erbracht, sind die im Nahverkehrsplan festgelegten Kriterien vom Unternehmer einzuhalten. Durch die vorgeschlagenen Änderungen kann bei einer eigenwirtschaftlichen Vergabe erwünschter Mehrverkehr ohne Kosten für die Aufgabenträger realisiert werden. Eine Bindewirkung für den Aufgabenträger entsteht nicht.

Zu den Unterpunkten im Einzelnen:
(a) Die Linie AIR ist Teil einer derzeit in Bearbeitung befindlichen Überplanung der Flughafenanbindung mit dem ÖPNV. Die Ergebnisse der Untersuchung sollten zur Verbesserung der Kundenakzeptanz auf der zu allen Tageszeiten stark belasteten Linie bei der Konzessionsvergabe einfließen.
(b) Die Linie O ist im Nachtverkehr an Freitagen und Samstagen nur den ersten Nachtknoten am Luisenplatz angebunden. Eine Anpassung diente der Vereinheitlichung im Verbandsgebiet.
(c) Die Linie R ist Bestandteil der Überlegungen im „ÖPNV-Konzept DA-Nord“ im Zuge des Straßenbahnbaus. Die Ergebnisse sollten analog zu den Linien A, AH und WX in der Konzessionsvergabe berücksichtigt werden.
(d) Laut NVP beginnt der Bedienzeitraum am Wochentagen auf der Linie 5513 erst um 7:30 Uhr (vgl. Samstag: 6:30 Uhr). Der aktuelle Wochentagsfahrplan beginnt um 5:00 Uhr. Die Anpassung erfolgt als Sicherung des Status Quo.
(e)  Die Linie 5515 bedient derzeit von Mo-Do mit der letzten Fahrt den vorletzten Knoten am Luisenplatz. Eine Anpassung an den letzten Knoten erleichtert den Fahrgästen die Merkbarkeit.

Zu 2. Der Wunsch der Unternehmer, Zusatzeinnahmen über das Aufbringen von Werbung zu erwirtschaften, ist nachvollziehbar, im Sinne der Systemfinanzierung zu unterstützen und wird mit der von Vorstand intendierten Regelung in einem für die Fahrgäste akzeptablen Maß erfüllt. Der Änderungsvorschlag stellt zudem sicher, dass auf Basis dieser Regelung nicht z.B. auf der kompletten Länge des Fahrzeuges die untersten 50cm der Fensterfläche beklebt werden, so dass letztendlich trotzdem alle Fahrgäste von der Beklebung betroffen sind. Gleichzeitig wird durch die Konkretisierung, dass maximal 20% der seitlichen Fensterflächen betroffen sein dürfen, der Weg für die besonders Fahrgastverträgliche und zudem Werbewirksame Heckbeklebung von Fahrzeugen ohne Einschränkungen freigegeben.

Die Möglichkeit der Eigeninanspruchnahme von Werbeflächen durch die DADINA zu Herstellungspreisen ermöglicht weiterhin bei geringem Mitteleinsatz eine Ausweitung der Öffentlichkeitsarbeit für den ÖPNV.

Zu 3. (1) Der Änderungsvorschlag konkretisiert die Vorlage, um unerwünschten Entwicklungen (vgl. Abfallbehälter in den Straßenbahnen) vorzubeugen.

(2) Bei der derzeit vom Vorstand vorgeschlagenen Regelung ist nicht auszuschließen, dass ein Unternehmer eine gewonnen Leistung in den ersten vier Jahren der Bündellaufzeit mit bis zu 60% durch Euro 2 Fahrzeuge erbringt. Dies wäre sogar im Vergleich zum Stand vor der Neuvergabe eine deutliche Verschlechterung der Umweltfreundlichkeit der eingesetzten Fahrzeuge. Insbesondere vor dem Hintergrund der ab dem 1.1.2010 geltenden Grenzwerte für Stickstoffdioxid in der Luft (40µg/m³ im Jahresmittel; Durchschnitt Darmstadt Hügelstraße 2006: 67µg/m³) gilt es bereits jetzt die Weichen für die jeweils 8 Jahre laufenden Konzessionen zu stellen. Ein völlig uneingeschränkter Einsatz von Euro 2 Fahrzeugen auch während der ersten Jahre der Bündellaufzeit erscheint daher nicht mehr angemessen. Die vorgeschlagene Regelung (20/10/5) ermöglicht es den Unternehmen Euro 2 Fahrzeuge in einem gemäß der normalen Abschreibungszeiträume akzeptablen Rahmen weiter zu nutzen ohne die Ziele der Luftreinhaltung negativ zu beeinflussen.

Norm Euro 2 Euro 3 Euro 4 Euro 5/EEV
Inkrafttreten 1996 2000 2005 2008
NOx (g/kWh) 7 5 3,5 2

Zu 4. Die Festlegung auf das Fahrgastflussprinzip (Einstieg nur beim Fahrer möglich) führt an stark belasteten Haltestellen, die im Landkreis ebenso wie in der Stadt Darmstadt zahlreich vorhanden sind, unweigerlich zu Verzögerungen im Betriebsablauf. Und auch in der Stadt Darmstadt ist für die Fahrgäste unverständlich, wieso unterschiedliche Busse, die an der gleichen Haltestellen halten, nach unterschiedlichen Systemen verfahren. Besonders ärgerlich muss dies aus Sicht der DADINA sein, da damit die in den Köpfen der Fahrgäste noch immer vorhandene generelle, systemische Trennung zwischen Stadtverkehr und Regionalverkehr zementiert wird.

Die vorgeschlagene Änderung schließt das Fahrgastflussprinzip einheitlich für das komplette Darmstädter Stadtgebiet aus und ermöglicht der DADINA für stark belastete Haltestellen im Landkreis haltestelleneinheitliche (unternehmens-übergreifende) Regelungen festzulegen. Im Übrigen sind die Unternehmen in der Fahrgeldsicherung frei (Einsatz von Kontrolleuren, o.ä.).

Zu 5. Ergänzt eine Sanktionierung für den Fall, dass der Unternehmer seiner vertraglichen Pflicht nicht nachkommt (fehlte) und ergänzt gleichzeitig de Möglichkeit der DADINA, bei Nichterfüllung auf Kosten des Unternehmers selber handeln zu können.

Zu 6. Durch die Ergänzung des Absatzes 13.2.1.5. (5) in der Vorlage des Vorstandes hätten die Unternehmen nun die Möglichkeit, alle verspäteten Fahren, die sie nicht selber zu verantwortenden haben, bei der DADINA zu melden und von den Malusregelungen auszunehmen. Unter diesen geänderten Umständen (ursprünglich sollten mit dem Pünktlichkeitswert von 90% auch kleinere externe Störungen im Betriebsablauf wie Müllfahrzeuge, Umzüge, etc. pauschal mit erfasst werden) wäre eine Pünktlichkeit von „nur“ 90% nicht mehr adäquat.

Da eine fahrtgenaue Erfassung von Verspätungsgründen sowie die Revision der Pünktlichkeitswerte nach derzeitigem Kenntnisstand zu einem erhöhten administrativen Aufwand führen würde und derzeit nicht praktikabel umzusetzen ist, ist die vorläufige Streichung des vorgenannten Absatzes die derzeit sinnvollste Möglichkeit diesem Problem zu begegnen. Eine weiterführende Diskussion zu dem Themenkomplex ist im Rahmen der Novellierung des Nahverkehrsplans in zwei Jahren zu führen und mit einer abschließenden Regelung zu beschließen.

Zu 7. Die Konkretisierung der Regelung zur Tariftreue, die von allen größeren Unternehmen in ihren Stellungnahmen erbeten wurde, wurde erst durch den zusätzlichen Vorlauf über die Sommerpause möglich. Die vorgeschlagenen Regelungen verringern die Gefahr von Dumpinglöhnen beim fahrenden Personal weiter, insbesondere durch das Schließen von Schlupflöchern z.B. bei Pausen und Arbeitszeitregelungen (Manteltarifvertrag) sowie zusätzliche Verpflichtungen des Unternehmers. Die vorgeschlagenen Regelungen finden teilweise bereits auch im RMV Anwendung.

Mit freundlichen Grüßen,

gez. Felix Weidner, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Fraktionsvorsitzender


Weitere Informationen:


25Sep2007

DADINA berät GRÜNE Anträge zu Pünktlichkeitsbericht und Nahverkehrsplan

Mit einem umfangreichen Programm startet die DADINA-Verbandsversammlung am kommenden Donnerstag (27.) in den Herbst. „Mit unseren Anträgen zum Nahverkehrsplan und zur Erstellung eines DADINA-Pünktlichkeitsberichtes stellen wir entscheidende Weichen für den ÖPNV im DADINA-Gebiet.“ freut sich der Vorsitzende der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Verbandsversammlung der Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation (DADINA), Felix Weidner. „Der Arbeitnehmerschutz vor Lohndumping und eine Verbesserung der Umweltstandards der Fahrzeuge im ÖPNV sind die Kernpunkte unseres Antrags zum Nahverkehrsplan. Mit dem Pünktlichkeitsbericht wollen wir darüber hinaus bereits ab kommendem Jahr die Pünktlichkeit sowie die Ergebnisse der ebenfalls zur Beschlussfassung anstehenden Kundengarantie des ÖPNV im DADINA-Gebiet der Öffentlichkeit zugänglich machen.“ so Weidner. weiterlesen »

09Dez2004

Verkehrsvertrag mit der HEAG mobiBus

Sehr geehrter Herr Hörr,

bitte lassen Sie den folgenden Änderungsantrag auf der heutigen 15./II Sitzung der DADINA Verbandsversammlung im Rahmen des Tageordnungspunkt 4 (Auferlegungs- und Verkehrsvertrag mit der HEAG mobiBus) abstimmen:

Die Verbandsversammlung der DADINA möge die folgende Ergänzung im Auferlegungs- und Verkehrsvertrag mit der HEAG mobiBus als §7.11 (neu) beschließen:

Das Verkehrsunternehmen ist verpflichtet, Richtlinien und Maßgaben des Aufgabenträgers, die zur Vereinheitlichung der Kunden- und Fahrgastinformation (z.B. einheitliche Haltestellenansageschema) dienen, kostenpflichtig umzusetzen.

Die Absätze §7.11-13 (alt) erhalten die Nummerierung §7.12-14 (neu). weiterlesen »

10Jun2004

Auswirkung des Qualitätsmanagement RMV – DB auf die DADINA

Sehr geehrter Herr Hörr,

bitte lassen Sie vom DADINA-Vorstand schnellstmöglich folgenden Fragen beantworten:

a. Wie ist das Qualitätsmanagement mit der DB AG aufgebaut?

  1. Welche Institutionen sind am Qualitätsmanagement von RMV und DB AG beteiligt?
  2. Welche Qualitätskriterien und –messgrößen werden berücksichtigt?
  3. Wie wird die Qualität ermittelt (Methodik, Stichprobenumfang etc.)
  4. Welche Qualitätsgrenzwerte führen zu welchen vertraglich zwischen RMV und DB AG vereinbarten Reaktionen oder Folgen?
  5. Wie werden die Kundinnen und Kunden bei der Qualitätsermittlung beteiligt?
  6. Wie werden die Gremien des RMV (Aufsichtsrat, Fahrgastbeirat usw.) beteiligt?
  7. Wie wird die Öffentlichkeit über die Ergebnisse informiert (bitte auch konkrete Beispiele für die Stadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg)? weiterlesen »
10Jun2004

Qualitätsmanagement im DADINA-Gebiet

Sehr geehrter Herr Hörr,

bitte nehmen Sie den folgenden Antrag auf die Tagesordnung der 13. Sitzung der DADINA Verbandsversammlung am 8.Juli:

Die Verbandsversammlung der DADINA möge beschließen:

Der Vorstand der DADINA wird beauftragt ein Konzept für ein Qualitätsmanagement im DADINA-Gebiet inklusive geplantem Umsetzungszeitraum vorzulegen. Dieses muss insbesondere beinhalten:

  • eine lückenlose Überwachung der Pünktlichkeit und der geplanten Anschlüsse
  • regelmäßige und unangekündigte Kontrollen der Fahrzeugausstattung und des Service ggf. auch durch freiwillige Mitarbeiter in Form von Qualität-Scouts
  • erstellerneutrale und unternehmensübergreifende Information und Koordination bei unvorhergesehenen Ereignissen (Unfällen, etc.) und Umleitungen wegen Baustellen o.ä.
  • Koordination unternehmensübergreifender Ersatz-verkehre, Zusatzverkehre sowie das zugehörige Informatonsmanagement
  • Sicherstellung der Fahrgastinformation
  • Koordinierung und Steuerung der Unternehmens-bemühungen zur Erreichung gemeinsamer Ziele (z.B. Schülerinformationen)
  • erstellen und regelmäßiges Update eines DADINA-Servicebarometers, an dem für die Öffentlichkeit die erreichte Servicequalität in Bezug auf die Ziele ersichtlich wird

Begründung:
Insbesondere in Zeiten knapper Kassen muss darüber nachgedacht werden, wie die Aufgabenträger mit nur geringem Mitteleinsatz oder Kostenneutral überhaupt noch größere Verbesserungspotentiale jenseits des Mehrverkehrs erschließen können. Mit der derzeitigen Arbeitsweise, Planung und Vorbereitung auf den Wettbewerb ist die DADINA im Bundesvergleich zwar sehr gut aufgestellt. Anders stellt sich das Bild jedoch bei dem Thema „Qualitäts- und Servicemanagement“ dar. Hier fehlen bisher fast jegliche Strukturen, um die Umsetzung der geplanten und bezahlten Leistung im Betrieb zu überprüfen und bei Planabweichungen zu steuern. Hier kann mit systematischen Änderungen im Ablauf und Neuverteilung von Zuständigkeiten ein großer Qualitätssprung erreicht werden.
Das wohl wichtigste, aber vor allem objektivste Kriterium der erbrachten Qualität, ist die Pünktlichkeit. Laut DADINA-Nahverkehrsplan 2004-2009 sind Fahrzeuge im ÖPNV unpünktlich, wenn Sie verfrüht (also „vor Fahrplan“) oder mehr als 3 Minuten verspätet fahren. Fahrtausfälle sind besonders ärgerlich.
Aus diesen Kriterien können Regressforderungen abgeleitet werden – aber nur, wenn Sie auch überwacht werden. Es schon rechtlich nicht möglich, dass derartige Forderungen „über die Beschwerden der Kunden [mit] Hinweisen auf nicht ordnungsgemäßen Betrieb“[1] begründet werden. Daher wird eine lückenlose Überwachung der Pünktlichkeit, die heute technisch bereits ohne weiteres möglich ist, benötigt.
Abhängig von den Ausstattungsmerkmalen des eingesetzten Fahrzeugs steigt oder sinkt die Vergütung für die Verkehrsunternehmen. Nach der bisherigen Praxis „melden die Verkehrsunternehmen die eingesetzten Fahrzeuge mit Ausstattungsmerkmalen an die DADINA.“[2] Zwar stellt der DADINA-Vorstand fest, „dass die Verkehrsunternehmen die Fahrzeuge ordnungsgemäß einsetzen.“[3] Jedoch ist nicht nur fraglich, auf welcher Stichprobenzahl diese Aussage basiert, sondern ist damit auch keinerlei Aussage über den tatsächlichen Zustand der Fahrzeuge (insbes. Sauberkeit, Verkehrssicherheit, etc.) getroffen. Hier können nur klar definierte Auflagen und daraus erfolgende unangekündigte unregelmäßige Stichproben „mehr Qualität fürs Geld“ im Sinne der ÖPNV-Nutzer bewirken.
Im Falle eines Unfalls oder anderen unvorhersehbaren Ereignissen, von denen nur selten wirklich nur ein Unternehmen betroffen ist, setzen an verschiedenen Stellen, mal früher mal später, ein Krisenmanagement ein. Da dieses Krisenmanagement jedoch subjektiv, mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Zielen und einer unterschiedlichen Informationsausgangslage erfolgt, ist ein Handeln im Sinne des Gesamtsystem (erhalten von Verknüpfungen, Anschlusssicherung, unternehmensübergreifende Ersatzverkehre, etc.) faktisch ausgeschlossen. Eine übergeordnete unabhängige Moderations- oder Leitungsebene, die als einzige in diesen Fällen in dem komplizierten Netz vernünftige Entscheidungen im Sinne der Fahrgäste treffen könnte, fehlt hier völlig. Aber auch im weniger akuten Fall (bspw. Baustellen) finden oft keine unternehmensübergreifenden Maßnahmen für die Kundeninformation oder die Aufrechterhaltung der Fahrbeziehungen statt.
Wie sich beim Schlossgrabenfest wieder gezeigt hat, ist ein gemeinsames abgestimmtes Vorgehen bei Großveranstaltungen von immenser Bedeutung für die reibungslose Abwicklung des auftretenden Mehrverkehrs. Aber nicht nur derart große Feste, sondern auch kleinere Veranstaltungen (Kerb, Schul-/Unipartys, etc.), schlagen sich nicht nur mit Umleitungen, sondern auch mit erhöhtem Kundenzustrom auf den ÖPNV nieder. Auch hier fehlt eine Koordinierungsebene, die auch unternehmensübergreifende Entscheidungen (Fahrzeug der Firma X fährt Zusatzverkehr auf einer Linie der Firma Y) akut und schnell treffen kann.
Auch das Informationsmanagement bei großen Veranstaltungen lässt bisher eher zu wünschen übrig. Beim Schlossgrabenfest wurden auf private Initiative hin einige Ansätze erfolgversprechend getestet. Informationen müssen hier aus einer – und zwar aus erster – Hand erfolgen.
Während die Fahrgastinformation an den städtischen Haltestellen (insbes. HEAG) relativ gut funktioniert, fehlen in den ländlichen Gebieten häufig schon wenige Tage nach dem Fahrplanwechsel die Fahrpläne und werden über das Jahr hinweg auch nicht ersetzt. Auch kommt es vor, dass Linien an Haltestellen angeschlagen sind, deren Linienweg dort schon seit mehreren Jahren nicht mehr entlang führt.
Ein Aushangfahrplan ist der wichtigste Teil der Kundeninformation und ein wesentliches „Zugangskriterium“ für potentielle Kunden. Auch können dem Kunden hier ohne großen Aufwand sonstige Informationen (Sonderverkehre, etc.) zugänglich gemacht werden.  Es kann konsterniert werden, dass die derzeitige Praxis, den jeweiligen Unternehmen die Pflege der Haltestellenbeschilderung zu überlassen, gescheitert ist.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Fahrgastinformation in den Fahrzeugen über Haltestellenansagen. Unternehmensübergreifende Ansagen sind bis dato genau so undenkbar wie ein einheitliches Ansageschema
Verschiedene Verkehrsunternehmen (HEAG, VU, weitere) treten eigenständig an Schulen heran und bieten diverse Schulungen für Kinder an. Die Bemühungen der Unternehmen sind lobenswert und zu unterstützen, da sie ganz wesentlich auch im Sinne der DADINA sind. Erste Maßnahme muss jedoch sein, die Bemühungen zu koordinieren und so für eine höhere Effizienz zu sorgen.
Um der Verbandsversammlung, dem Fahrgastbeirat und der Öffentlichkeit die Bemühungen der DADINA um den Service deutlich zu machen und zu veranschaulichen, ist ein Service- und Pünktlichkeitsbarometer einzuführen.

Mit freundlichen Grüßen,

Felix Weidner


[1] Aus der Antwort des DADINA-Vorstands auf die Anfrage „Erbrachter Service 2003“ von Bündnis90/Die Grünen in der Sitzung vom 16.03.2004
[2]
wie 1
[3] wie 1