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Nahverkehrspläne & Pressemitteilungen » Ein Drittel mehr Fahrgäste in Bussen und Bahnen
01Okt2010

Ein Drittel mehr Fahrgäste in Bussen und Bahnen

DADINA stellt Signal für weiteren Ausbau des Nahverkehr auf GRÜN

Im Jahr 2009 wurden bereits rund ein Drittel mehr Fahrten mit Bussen und Bahnen im DADINA-Gebiet unternommen als noch 2004. Mit dem neuen DADINA-Nahverkehrs-plan soll an diese Erfolge angeknüpft werden. Weitere Verbesserungen sind geplant.

„Die deutliche Zustimmung zum neuen DADINA-Nahverkehrsplan zeigt, dass es über Fraktionsgrenzen hinweg einen breiten Konsens zur weiteren Stärkung des Bus- und Bahnangebotes in der Stadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg gibt.“ freut sich Felix Weidner, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN, über den am vergangenen Mittwoch (29.9.) gefassten Beschluss von GRÜNEN, SPD, Alternative Darmstadt und UFFBASSE gegen die Stimmen der CDU in der DADINA-Verbandsversammlung. „Dass die Fahrgastzahlen, ausgehend von einem hohen Niveau, in den letzten sechs Jahren erneut um rund ein Drittel gesteigert wurden, ist ein phänomenaler Erfolg. Diese Abstimmung mit den Füßen ist die beste mögliche Bestätigung für die engagierte Arbeit der DADINA und ein Paradebeispiel für erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit. Der neue Nahverkehrsplan legt nun die Grundlage, um das Angebot für die Fahrgäste spürbar weiterzuentwickeln und auszubauen.“

Der Nahverkehrsplan dient als Rahmenplan für die Entwicklung des ÖPNV. Eine eingehende Bestandsanalyse geht der Bedarfsentwicklung vorweg. „Ein großer Anteil der im alten Nahverkehrsplan vorgesehenen Projekte konnte realisiert werden. Die Fahrgäste honorieren das sichtbar.“ zieht Weidner zufrieden Bilanz: „Die Inbetriebnahme der modernisierten Odenwaldbahn und des Haltepunktes Lichtwiese, der Ausbau der Straßenbahn in Alsbach zusammen mit der Einrichtung einer Schnelllinie, der Straßenbahnausbau in Arheilgen und das Schnellbuskonzept in den Ostkreis haben ebenso ihren Beitrag zum Fahrgastzuwachs geleistet wie hohe Qualitäts- und Umweltstandards bei Bussen, der Bau der Mobilitätszentrale am Hauptbahnhof, die 10-Minuten-Pünktlichkeitsgarantie, die Einführung eines DADINA-Seniorentickets und unzählige weitere Maßnahmen.“

Aufbauend auf diesem Erfolg setzt der Nahverkehrsplan 2011 bis 2016 erneut ehrgeizige Ziele. „Die Straßenbahnlinie 4 sollen entsprechend der bestehenden Fahrgastnachfrage länger fahren, eine Busverbindung zwischen Gräfenhausen und Wixhausen sowie zur GSI geschaffen werden und die Konversionsgebiete in Darmstadt sowie in Babenhausen mit dem ÖPNV erschlossen werden. Im Regionalverkehr sollen die schnellen Verbindungen nach Mannheim und Heidelberg ebenso weiter ausgebaut werden wie das Angebot auf der Odenwaldbahn inklusive der Verlängerung nach Pfungstadt.“ nennt Weidner einige Beispiele aus dem langen Maßnahmenkatalog.

Geplant sind auch Untersuchungen zur Anbindung der Lichtwiese und zum weiteren Ausbau des ÖPNV zwischen Darmstadt und dem Ostkreis. „Das Bussystem zwischen Darmstadt und dem Ostkreis über die B26 hat ebenso wie die Busanbindung der Lichtwiese die Leistungsgrenze erreicht und teilweise überschritten. Um einen attraktiven ÖPNV aufrecht zu erhalten, müssen wir hier über einen Systemwechsel nachdenken.“ so Weidner. Denkbar sei auch der Bau neuer Straßenbahnstrecken.

Neue Herausforderungen ergeben sich auch durch Strukturveränderungen: „Der ÖPNV muss sich mehr den je der demografischen Entwicklung stellen. Das betrifft insbesondere barrierefreie Fahrzeuge, Haltestellen und Bahnhöfe in einer alternden Gesellschaft. Aber auch eine bessere Abstimmung zwischen Raumentwicklung und Verkehrsangebot ist erforderlich, um die Siedlungstätigkeit entlang leistungsfähiger Nahverkehrsachsen zu konzentrieren. Ansonsten können wir das Bus- und Bahnangebot in der Fläche mittel- und langfristig nicht mehr finanzieren.“ warnt Weidner abschließend.


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Verfasst am 01.10.2010 um 12:00 Uhr von .
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