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Anträge & Bahnlinie 75 Darmstadt-Wiesbaden & Nahverkehrspläne & Vergabeverfahren & Wettbewerb » Bahnstrecke Aschaffenburg-Darmstadt-Wiesbaden
04Sep2008

Bahnstrecke Aschaffenburg-Darmstadt-Wiesbaden

Sehr geehrter Herr Vorsitzender der DADINA-Verbandsversammlung Hörr,

wir bitten Sie, unseren folgenden Eilantrag bei der kommenden 11./III Sitzung der DADINA-Verbandsversammlung am 25. September 2008 behandeln zu lassen.

Die Verbandsversammlung der DADINA möge beschließen:

Der Vorstand der DADINA wird gebeten,

  1. mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln darauf hinzuwirken, dass die bei der Ausschreibung der Bahnlinien 63 und 75 (Aschaffenburg-Darmstadt-Wiesbaden) vom RMV erzielte Wettbewerbsdividende vollständig in ein verbessertes Angebot im Schienenverkehr reinvestiert wird, wobei
  2. priortiär das derzeit vorhandene notwendige Platzangebot in den Zügen sicherzustellen ist und darüber hinaus insbesondere eine Ausweitung des Bedienzeitraums im östlichen Ast nach Aschaffenburg sowie die Einrichtung von RegionalExpress-Verbindungen auf der gesamten Strecke umzusetzen sind.
  3. Der DADINA-Vorstand wird darüber hinaus gebeten, für eine Verankerung der unter ‚b’ genannten Punkte bei der anstehenden Novellierung im regionalen Nahverkehrsplan zu sorgen.

Begründung:

Der RMV hat in den Jahren 2005/2006 gemeinsam mit den zuständigen Partnern in den angrenzenden Bundesländern den SPNV mit den Linien 63 und 75 auf der Bahnstrecke Aschaffenburg-Darmstadt-Wiesbaden ausgeschrieben und ab dem Fahrplanjahr 2009 erneut an die DB Regio als wirtschaftlich günstigsten Anbieter vergeben.

Derzeit läuft auf der Bahnstrecke der Testbetrieb mit dem ab der Betriebsaufnahme verbindlich vorgeschriebenen Doppelstockzügen. Dabei wird deutlich, dass der RMV teilweise sogar eine Reduktion des insbesondere in der Hauptverkehrszeit und am Wochenende knappen Platzangebotes in den Zügen plant. Dies steht auch im deutlichen Widerspruch zu den Erwartungen der Fahrgäste, die im DADINA-Fahrgastbeirat eine Verbesserung der Platzsituation in den Zügen schon in der derzeitigen Siatuation vielfach angemahnt haben.

Die Pläne des RMV sind eine inakezptable Angebotskürzung zu Lasten den Fahrgäste und auf Kosten der DADINA, da die Wettbewerbsdividende nicht in ein verbessertes Angebot reinvestiert wurde und trotzdem der von der DADINA – ohne dass Sie über das Leistungsangebot entscheiden könnte – über die Partnerschaftsfinanzierung zu erbringende Zuschuss unverändert bleiben soll. Zusätzliche Leistungen auf der Strecke werden ggf. jedoch voll kostenwirksam an die DADINA (auf deren Gebiet rund 50% der Strecke liegt) durchgereicht.

Der Vorstand der DADINA wird daher gebeten, sich mit Nachdruck für ein attraktives Angebot im Schienenpersonennahverkehr und eine faire und angemessene Lastenverteilung zwischen den Partnern einzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen,

gez. Felix Weidner, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Fraktionsvorsitzender


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Verfasst am 04.09.2008 um 12:00 Uhr von mit den Schlagwörtern , , , .
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